Container 2025
von Ballenstedt nach Bulongwa (Ba-Bu)
Frühjahr 2024
Bei einem Besuch in Neinstedt traf Michael Koehn dort nicht nur auf die lokalen Mitarbeiter der Diakonie dort, sondern auch Elikana Kitahenge, langjähriger Leiter der Diakonie in Tandala war dort. Gemeinsam wurde diskutiert, ob es möglich ein könnte, Geräte aus der gerade insolvent gegangenen Lungenklinik in Ballenstedt für das Krankenhaus in Bulongwa zu bekommen. Die Klinik dort ist sehr schlecht ausgestattet: einige Impressionen.
Michael Koehn, gelernter Spediteur, bot seine Unterstützung an - und so nahm dieses Projekt seinen Lauf. Auch die Beantragung der Transportkosten-Zuschuss bei Engagement Global gGmbH übernahm Michael.
September 2025
Endlich kam auch die Freigabe des Insolvenzverwalters, quasi in letzter Minute. Eine Fachfirma, die sich sehr gut mit der Verpackung der Geräten (die meisten von Philips) auskennt, MediGogreen reiste mit vier Mann an und demontierte, verpackte und staute die Geräte in den Container.
Übrige Gerätschaften wurden von den Mitarbeitern der Diakonie und den Koehn verpackt, alle gemeinsam waren auch sehr aktiv bein Stauen im Container. Da es sich um sehr empfindliche Maschinen handelt, konnte leider der Container nicht in seiner gesamten Höhe ausgenutzt werden.
Die Firma Overseas Freighters (mit der Michael früher einmal gut zusammengearbeitet hatte), wurde für den Transport beauftragt. Das Schiff wird sehr lange unterwegs sein und soll Anfang November in Dar es Salaam eintreffen.
Leider verzögerte sich im Umladehafen Khalifa die Weiter-Verschiffung aufgrund der geopolitischen Lage, so dass der Container erst am 6. Dezember 2025 gelöscht wurde. Und er wies starke Beschädigungen auf!
Der lokale Agent in Dar es Salaam wusste nichts von dem Auftrag, die Import-Abfertigung und den Weiter-Transport durchzuführen. Bedauerlicherweise war Arbeitseifer bei ihm nicht vorhanden, so musste unsere Zollagent dessen Aufgaben mit erledigen.
Auch als alles für den Transport bereit war, ließ der Agent drei Tage verstreichen, bis er den Container endlich aufnahm - um dann mitzuteilen, er könne nur bis Makete liefern, nicht nach Bulongwa -wie es im Seefrachtbrief (bill of lading) steht! Das lag wohl daran, dass er einen -wahrscheinlich billigeren- Lkw gebucht hatte, dessen Fahrer sich und seinem Truck nicht zutraute, die (moderate!) Piste zwischen Makete und Bulongwa zu befahren.
Und so verbrachten wir den Weihnachtstag, 25.12.2015 in Makete, um mit dem Fahrer zu diskutieren, mit der Polizei zu sprechen, zahllose Telefonate mit dem Agenten in Dar zu führen und schlussendlich mit Bischof und einigen seiner Mitarbeiter einen Plan zu machen, wie wir (mal wieder) die Arbeit von Overseas Freighters und seiner Subunternehmer machen werden.
Nach ausführlichen Diskussionen mit Bischof, Generalsekretär, lokalen Lkw-Unternehmern entschlossen wir uns, dem Schrecken ein Ende zu bereiten und am 26.12. den Inhalt des Containers -an der Straße- in kleinere Lkws umzuladen und nach Bulongwa zu fahren. Dort wurde das Equipment dann -ohne Hilfe eines Staplers- in das Gebäude verbracht.
Doch es ergab sich eine neue Schwierigkeit. Wegen der riesigen Beule, die von außen dem Container "zugefügt" wurde auf der Seereise, konnte der Ofen nicht aus seinem engen Stauplatz gezogen werden. Also suchten -und fanden am Sonntag, 28.12.- einen Mann, der helfen konnte. Erst dann wurde der Ofen entladen und nach Lupila gefahren.
Erst danach konnte die Ladungssicherung für den CT gelöst werden und dieser dann auch entladen und, leider nicht mit dem geplanten Fahrzeug (Ladeöffnung nicht hoch genug), sondern mit einem offenen Lkw nach Bulongwa transportiert - und dort entladen werden. Bei regnerischem Wetter, mit dem extra auch dorthin gefahrenen Gabelstapler, den extra in Njombe besorgten "längeren Gabeln" und dem Kran, der die immer noch nicht ausreichende Gabellänge (und das nicht ausreichende Eigengewicht des Staplers) ausglich.





































