Der Brotback Ofen
28. Januar 2026
Es bedurfte viel Kraft und Geschick, um dem 2,5 Tonnen schweren Ofen an seinen finalen Platz zu rücken. Und es bedufte ebenfalls Geschick, Teile so anzupassen, dass die einen größeren Abstand überbrückten, um den eigentlichen Schornstein am Dachüberstand vorbei zu führen.
Dann wurde die ganze Konstruktion nur noch aufgebockt, um darunter ein festes Fundament aus Beton gießen zu können.
Dezember 2025
Als der Container -wegen unterschiedlicher geopolitischer Gründe- erst am Nikolaustag in Dar es Salaam ankam und -wegen nicht allzu großer Fähigkeiten des lokalen Vertreter- am 22.Dezember aus der Hafenstadt abfuhr, hofften wir auf eine schnelle Entladung.
Leider war auch das nicht so einfach: Der Trucker (also der Mensch, der mit seinem Lkw den Container nach Bulongwa transportieren sollte, fand die Wege zwischen Makete und Bulongwa für seine Fähigkeiten (oder die seines Fahrzeuges) für ungeeignet.
Nach langen (unangenehmen) Diskussionen ließen wir uns schlussendlich darauf ein, den Container in Makete zu entladen - direkt am Straßenrand. Weihnachten! Was bei den meisten Dingen auch gut klappte dank der unermütlichen Einsatzbereitschaft der Helfer.
Doch es ergab sich eine neue Schwierigkeit. Wegen einer riesigen Beule, die von außen dem Container "zugefügt" wurde auf der Seereise, konnte der Ofen nicht aus seinem engen Stauplatz gezogen werden. Also suchten -und fanden am Sonntag, 28.12.- einen Mann, der helfen konnte. Erst dann wurde der Ofen entladen und nach Lupila gefahren.
September 2025
Und erst ein Jahr später wurde der Ofen in einen Container gepackt.
August 2024
Kurz vor Abreise nach Tansania kam dann doch noch das Okay vom Insolvenzverwalter, dass die Klinik (fast komplett!) nach Tansania verladen werden darf.
Also besorgten wir einen Wagen, luden -mit der Hilfe des Gabelstaplers von Landhandel Harder in der Pinneberger Straße- alles, sicherten die Ladung mit von Lüchau kostenfrei zur Verfügung gestellten Spanngurten und fuhren los.
In Ballenstedt musste ein Radlader organisiert werden, was viel Zeit kostete. Doch dann wurde der Ofen und zahlreiches Zubehör im Foyer der ehemaligen Lungenklinik eingelagert. Diese soll, nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zur neuen Heimat der Diakonie mit ihren über 2.000 Mitarbeitern werden. Das Klinik-Equipment soll dem Krankenhaus in Bulongwa zur Verfügung gestellt werden. Das Tansania-Team und die Diakonie Neinstedt werden den Transport kooperativ organisieren.
Der Wedeler Bäcker Stephan Liebig fragte eines Tages, ob wir einen Backofen, mit Holz zu beheizen und für die Produktion von ca. 30 Broten in Tansania brauchen könnten. Nach Rücksprache mit unseren Freunden vor Ort kam ein deutliches "JA". Bisher werde Brot in Njombe gekauft, mit diesem Ofen könnte vor Ort in Lupila ein neues Business geschaffen werden.






















